Weinreise Tessin

Aus Weinbruderschaft

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Im Tessin weiss man zu leben,

es ist anders als zu Hause und gleichwohl ist man nicht in der Fremde.

Unsere südliche Sonnenkammer war einst der grösste Weinbaukanton unseres Landes. (1876 mit 7488 ha) Das vom Mittelmeer beeinflusste Klima ist gekennzeichnet durch eine hohe Sonnenscheindauer. Im Tessin, einer Schweizer-Rotweinregion, ist das Qualitätsspektrum sehr umfangreich, wobei Merlot von der einfachsten Art bis zu einigen, auf sonnigsten Hängen gepflegten Tropfen, reichen kann, die den Vergleich mit den feinsten Supertoskanern Italiens aushalten

Auf unserer Reise wird uns die Sonne kaum im Stich lassen. Die Täler des Malcantone, unser Reiseziel, breiten sich zwischen Gipfeln und Gewässern aus, indem sie dem Lauf der Magliasina folgen, die sich vom Monte Lema (1600m ü.M.) in den Luganersee ergiesst. Das typische Tessinergebiet des Sottoceneri, das Malcantone, empfängt den Touristen zwischen einem Arm des Ceresiosees, dem Golf von Agno, dem Tresafluss und den Bergen. Dieser Teil des Tessins ragt wie ein Pfeil in die Lombardei hinein. Als Tourist finden wir hier neben der Schönheit der Landschaft und den intakten Dörfern auch einen reichen Kunst- und Kulturschatz.

Der historische Weinberg der Tanuta Vallombrosa in der Gemeinde Castelrotto gilt seit 100 Jahren als Geburtsort der Merlot del Ticino . Hier kann man auch den Reblehrpfad mit 70 verschiedenen Gewächsen besuchen oder einfach Zuhören und "Siesta" halten.

Ein letzter kleiner Höhepunkt wird ein Trinkhalt beim Ospizio S. Gottardo sein.

Programm

Samstag, 20. August 2005 (Leitung Viktor Schlapbach)

Sonntag, 21. August 2005 (Leitung Hans Jörg Nebiker)

Einladung zur Weinreise ins Tessin, Samstag/Sonntag 20./21. August 2005

Organisation und Leitung: Viktor Schlapbach und Hans Jörg Nebiker, Magister Vini

Der Stubenrat freut sich auf Ihre Teilnahme!



Rückblick

Reise ins Tessin 20. / 21. August 2005 Magisterarbeit von Hans Jörg Nebiker und Viktor Schlapbach

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Ein Erlebnis ganz besonderer Güte - hier ein Rückblick über das Geschehen

Am Samstagmorgen in Zofingen war es noch dunkel, als die gutgelaunte Gruppe der Weinfreunde St. Martin die Reise ins Tessin trotz Regen antrat. Hans Jörg Nebiker und Viktor Schlapbach hatten minutiös alle Vorbereitungen getroffen, um die Reise zum vollen Erfolg zu bringen. Es war dies ihre Magisterarbeit - und soviel kann schon vorweggenommen werden - beide haben mit Bravour bestanden!

Doch nun zu den Details: Im Dazio Grande in Rodi-Fiesso, dem alt-ehrwürdigen palastähnlichen Bau aus dem 16. Jahrhundert, der von 1561 bis Ende des 18. Jahrhunderts Urner Zollgebäude war, in diesem historischen Gemäuer machten wir unseren ersten Halt. Nicht nur historisch äusserst interessant, eine echt grosse Ueberraschung in jeder Hinsicht: wunderschön restaurierte Stuben, eine aufschlussreiche Ausstellung und eine lebhafte persönliche Einführung durch die Patronne sowie natürlich fein duftender Kaffee und warme Gipfeli.

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Nach dem ersten kulturellen Leckerbissen führte der Weg nach Lamone.


Im Weinhaus von Claudio Tamborini, Tamborini Carlo Eredi SA, wurden wir ganz herzlich von Andrea De Lusi empfangen und durch die Geschichte des Hauses, den Weinkeller und die Weinproben geführt. Claudio Tamborini hat ca. 45 ha Rebland, zum Teil Eigenbesitz, zum Teil durch langfristige Pachtverträge für seine Firma gesichert und ist mit hervorragenden Weinen, wie Merlot «Comano», «Castello di Morcote», «Castelrotto» und «Vallombrosa», einer der renommierten Rebbetriebe im Tessin.

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Nach diesem sehr interessanten Besuch im Hause Tamborini, wartete im Grotto nebenan ein vorzügliches Mittagessen auf die inzwischen etwas hungrig gewordene Gesellschaft.

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Gestärkt - inzwischen kam sogar die Sonne zum Vorschein - ging die Reise weiter ins Malcantone. In Castelrotto befindet sich eine weitere Trouvaille, die Tenuta Vallombrosa, ebenfalls im Besitze der Firma Tamborini. Hier ist nicht nur die Landschaft einmalig, auch das wunderschöne und gepflegte Rebgut lädt zum Verweilen ein.


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....Landschaft, Reben, Kunst, Gesellschaft, Kultur und Geselligkeit- wo bleiben da noch Wünsche offen? Vorzügliche Weine und lebhaft, kompetent und äusserst sympathisch kredenzt - alle waren rundum begeistert!


Im Hotel i Grappoli in Sasso erwartete uns ein gemütlicher Abend in herzlicher Ambiance. der sichtlich genossen wurde.


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Der Sonntag - zwar vom Wettergott nicht gerade begünstigt - hatte weitere Höhepunkte zu bieten.

Bereits im Car wurde die Reise-Gesellschaft namentlich in zwei Gruppen aufgeteilt. Das hatte seinen guten Grund, denn die beiden Kellereien, welche nun auf dem Programm standen, hätten mehr Leute aus Platzgründen gar nicht vertragen. Klein, aber sehr «oho», was uns dort erwartete.

Wir besuchten das Weingut San Martino von Massimo und Joelle Hostettler, welches wunderschön auf einem Hügel mit Sicht auf den See und Berge liegt. Er und seine sympathische Frau bewirtschaften, das 1965 gegründete, ungefähr 3 ha grosse Gut in Termine. Neben exzellenten Weinen wie «San Martino», «SorsoRosso» und «Il Satiro» werden auch spezielle Destillate produziert.


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.... mit grosser Herzlichkeit empfangen, wurden uns vorzügliche Weine präsentiert und männiglich genoss die Ausführungen zu den Weinen, den schmackhaften Käse und die Tessiner-Fleischspezialitäten. Die Regentropfen jedenfalls konnten keinen negativen Einfluss nehmen, wie Figura zeigt!


Der zweite Besuch galt dem berühmten Winzerbetrieb von Daniel Huber in Monteggio. 1981 gegründet, hat Daniel Huber die Weinkultur im Kanton Tessin ganz gehörig «umgekrempelt». Seine Rebberge in Monteggio und Sessa sind ungefähr 7 ha gross und die Hauptsorte ist Merlot. Seine ruhige, äusserst sympathische Art überzeugt durchwegs. Seine Weine tragen die Handschrift seiner Philosophie und sind unvergleichlich - ja von hervorragendster Qualität. In seinem Keller und anschliessend im wunderschönen Garten durften wir seinen Ausführungen folgen. Die aussergewöhnlich guten Weine verkosten wie «Ronco di Persico», «Vigneti die Castello» und die Krönung erfahren mit einem wunderbaren Roten, dem berühmten «Montagna Magica» 2003. Leider viel zu kurz war die Zeit - wir wären noch gerne länger verweilt...

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.... doch die Organisatoren hatten ihre Verpflichtungen, was ja schon verstanden wurde, nur eben....


Der Reisecar mit Hardy, unserem inzwischen weinbruderschaftlich ernannten Hof-Chauffeur, führte der Weg nach Mendrisio ins Grotto Bundi.


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... wo eine unvergesslich schöne Reise ihren Abschluss fand.


Den Organisatoren Viktor Schlapbach und Hans Jörg Nebiker sei an dieser Stelle nochmals ganz ganz herzlich für die tolle Reise, die tadellose Organisation und die vielen Höhepunkte die wir erleben durften, gedankt!

Die Magisterarbeit ist nicht nur gelungen, sie ist wirklich ein Meisterstück, das sich sehen lassen darf und wird allen Teilnehmern noch lange in bester Erinnerung bleiben. Möge dieses Meisterstück auch Ansporn für weitere so hervorragende Magisterarbeiten bilden!

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